Fotografie in der dritten Dimension

Kulmbach / Mainleus. „Wenn Bilder aus dem Rahmen fallen“, betitelt der FAC Mainleus / Kulmbach seine neue Ausstellung im „fritz“ Einkaufszentrum. Tatsächlich verlassen die hier gezeigten Bilder des Kulmbacher Künstlers Adolf Schieber den zweidimensionalen Raum eines Fotos. Die Collagen, die auf der Grundlage von Fotografien entstanden sind, gewinnen durch das Einarbeiten von Spachtelmasse und verschiedensten Materialien und Objekten Tiefe und Struktur. In vielen Arbeitsschritten schafft der Künstler ein besonderes Werk; er verwandelt das Ausgangsmotiv in ein neues, dreidimensionales Objekt.

Rundschau by Adolf Schieber

© Mike Schwalbach – Rundschau by Adolf Schieber

Adolf Schieber ist ein Autodidakt im wahrsten Sinne. Alle Techniken hat er sich selbst erarbeitet und beigebracht. Er besuchte Galerien und Ausstellungen und fand dort viele Tipps, auch im Internet. Doch das wichtigste, die Ideen, kommen aus ihm selbst. Der 59-jährige, gelernter Handwerker, sprüht nur so vor Kreativität. Nicht selten arbeitet er in seiner kleinen Kellerwerkstatt an mehreren Bildern gleichzeitig.

© Mike Schwalbach - Ein weiteres Werk entsteht

© Mike Schwalbach – Ein weiteres Werk entsteht

In seinem Wohnhaus sind alle Zimmer mit seinen eigenen Werke dekoriert. Erstaunlich an der Geschichte ist, dass er seine Leidenschaft für die Kunst erst vor circa einem Jahr entdeckte. Ein Klinikaufenthalt war die Initialzündung für seine Leidenschaft an dieser Kunstform. Dabei lässt er sich thematisch nicht binden: seine Bilder kommen aus allen Bereichen. So hängen hier neben erotischen Motiven, Porträts, Landschaften und farbenfrohen surrealen Motive auch düstere Visionen und Actionszenen wie aus einem Computerspiel. Aber auch Eindrücke aus seiner Heimatstadt verarbeitet Adolf Schieber in seinen Bildern. Verfremdungen typisch Kulmbacher Motive wie Plassenburg oder Bierzelt finden sich in seinem Repertoire. Alle Bilder werden großformatig und im selbstgebauten Rahmen präsentiert.

Blick auf die Ausstellung im 1. OG des "fritz" Einkaufszentrum

© Heinz Tschanz-Hofmann – Blick auf die Ausstellung im 1. OG des „fritz“ Einkaufszentrum

Mit dieser Ausstellung betritt auch der Fotoamateurclub Mainleus / Kulmbach Neuland. Nicht nur das pure Bildwerk aus der Kamera hängt an der Ausstellungswand. Vielmehr wird das Foto nur noch Ausgangspunkt für das endgültige Kunstobjekt. „Ein Bild darf alles sein – nur nicht langweilig“ so umschreibt der Künstler sein Motto. Da hat er den Trend wohl voll getroffen, denn über 60 Besucher bei der Eröffnung in der vergangenen Woche zeigten sich fasziniert von den Werken an der Wand.

© Heinz Tschanz-Hofmann - Publikum

© Heinz Tschanz-Hofmann – Publikum

von links: Adolf Schieber, Mike Schwalbach

© Heinz Tschanz-Hofmann – von links: Adolf Schieber, Mike Schwalbach

Die Ausstellung ist noch bis zum 12. November im 1.Stock des Fritz Einkaufszentrum zu sehen. Heinz Tschanz-Hofmann, Fotos: Heinz Tschanz-Hofmann und Mike Schwalbach

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Die Spuren des Lebens im Gesicht

© Klaus Rössner - Sikh

© Klaus Rössner – Sikh

Mainleus. Portraits haben schon immer den Betrachter fasziniert. Das ist in der Malerei so. In der Fotografie verhält es sich nicht anders. Besondere Aufmerksamkeit erzielen jene Abbildungen von Menschen, die aus dem Rahmen fallen. Die den Charakter widerspiegeln. Oder die viel aussagen über die Lebensumstände. In diese Kategorie fällt die Fotografie, die im Oktober beim FAC Mainleus / Kulmbach zum Bild des Monats gewählt wurde. Klaus Rössner hat einen älteren Mann portraitiert, in dessen Gesicht das Leben seine Spuren hinterlassen hat. Ein sehr eng gewählter Bildausschnitt betont die Aussage, ebenso die dezente Nachbearbeitung per Photoshop.

Damit verwies der Stadtsteinacher Sigrid Wolf – Feix aus Hof auf Rang zwei, die eine stimmungsvolle Landschafts-aufnahme mit dem Titel „Morgensonne“ ausgewählt hatte.

Rang drei ging abermals an Rössner, der mit einer Landschaftsaufnahme aus einem Hochmoor erfolgreich war.Der Stadtsteinacher teilte sich das Treppchen mit Mike Schwalbach, der im Glasgow Science Park eine Spiegelung wirkungsvoll umgesetzt hatte. In die Spitzengruppe vorstoßen konnte auch Nick Sablowski: Mit zwei Werken, in denen Vögel die Hauptrolle spielen, landete er punktleich auf den Plätzen 5 und 6.

Die nächste Wertung zum „Bild des Monats“ findet am 1. November um 19.30 Uhr im „Fränkischen Hof“ Mainleus statt. Gäste sind jederzeit willkommen.

Foto: Klaus Rössner

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Wenn Bilder aus dem Rahmen fallen …

Kulmbach / Mainleus. So lautet die 158. Ausstellung im Einkaufszentrum „fritz“, welche bis Mitte November 2016 zu sehen sein wird.

Adolf Schieber ist ein begabter Künstler, welcher nur so vor Ideen sprüht. Schon in der Jugendzeit probierte er sich in der Bauernmalerei und erkannte wohl schon da seine kreative Ader frühzeitig. Doch erst nach seinem Klinikaufenthalt kam ihm die Idee, einen ganz anderen Weg zu gehen. So kreiert er Collagen teils mit Holz, Muscheln, Schrauben und auch anderen Materialien in Kombination mit Acrylfarbe und Spachtelmasse. Inspirieren lässt sich der autodidaktische Künstler durch Tutorials auf Youtube und Galeriebesuchen und absolvierte zuvor wenige Kurse, um seine Techniken zu verfeinern.

Adolf Schieber erstellt mit nur wenigen Arbeitsschritten aus einer Bildvorlage eine fast 3dimensionale Collage, in der das Foto auf Leinwand mit durchsichtiger Spachtelmasse beklebt, dann entsprechend mit Acrylfarbe übermalt wird, so dass zum Schluss das Ausgangsbild nicht mehr erkennbar ist. Es entsteht ein anderes Werk mit einer ganz besonderen Wirkung.

Portrait by Adolf Schieber

Portrait by Adolf Schieber

Erstaunlich an der Geschichte ist, dass Adolf Schieber erst Anfang 2016, inspiriert durch eine Galerie in Kronach, seine Leidenschaft für diese Kunstform entdeckte. So zeigte er uns bei einem Besuch stolz seine Werke, welche sich im Wohn-, Arbeitszimmer und Treppenhaus befinden. Portraits, Landschaften aber auch aktuelle Anlässe präsentierte er uns und erklärte die Entstehungsgeschichte des neuen Geschaffenen.

„Das Bild muss alles andere, nur nicht langweilig sein“ ist sein Motto und so führte Adolf Schieber uns in seine eigene Werkstatt, wo er Entspannung findet und seiner  Leidenschaft freien Lauf lassen kann.

Adolf Schieber bei der Arbeit

© Mike Schwalbach – Adolf Schieber bei der Arbeit

Seine Kunstwerke können käuflich erworben werden, jedoch ist dies nicht seine hauptsächliche Ambition. Ein paar Werke sind derzeit noch im Kunst und Designladen in Kulmbach „Herzstückchen“ zu sehen.

Im Einkaufszentrum „fritz“ werden ab dem 14. Oktober insgesamt 30-35 Werke in unterschiedlichen Formaten bis zum 12. November präsentiert und wir dürfen schon jetzt  gespannt sein, welche Kunstschätze Adolf Schieber bis dahin noch geschaffen hat.

© Mike Schwalbach - Ein weiteres Werk entsteht

© Mike Schwalbach – Ein weiteres Werk entsteht

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